Impressionen - Innenwelten in Außenwelten

Mein Bild
...alle Gedichte und Geschichten, alle Zeichnungen, Skizzen oder Gemälde, alle Fotos auf diesem/diesen Blog/s sind von mir, das copyright liegt ausschließlich bei mir/Gabriele Brunsch - sollten Sie Interesse haben,dann senden Sie eine e-mail....

22.12.08

vor dem atlasgebirge


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wo frauen schwatzen
wetzt ein storch seinen schnabel
den klang trägt der wind...
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10.12.08


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abseits das gässchen

aura steriler schönheit

handmade in china
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27.10.08

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von oben herab
die stadt in hastigem flug
touristen-not-stand
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05.10.08


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stein auf stein

weit die welt

das leben einzig
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01.10.08

FRÜHE PFLICHT - EINANDER VIEL SEIN

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am ende der welt
- hingesetzt und ausgesetzt -
ich bin für dich da
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:

28.09.08

:
:
karawanserei
kamele für touristen
nichts ist wie es war
:
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21.09.08

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auch ganz ohne norm
angebot und nachfrage
reguliert den markt
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18.09.08

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Mühsam der Aufstieg
Hoch in den Felsen das Dorf
Glasklarer Himmel
Er kennt seinen Weg,
unermüdlich, der Esel,
edelster Träger
Makellos, staubfrei
die Bänder, Stoffe, das Fell
herrlicher Bote.
Nichts ist hier Zufall.
Die Reise so lang und so schwer.
Stolz sein Besitzer.
So schön das Lasttier,
wie schön mögen sein Garten,
Hof, Wohnung erst sein.
Heiterkeit im Ton.
Alle Passanten grüßen
lächelnd die Fremden.
Nichts scheint beschwerlich.
Zeit geht so leicht wie der Schritt,
Maßzahl des Atems.
Wie sie sich windet,
von der Geburt bis zum Tod
nur diese Straße...
Mühsam der Aufstieg
Hoch in den Felsen das Dorf
Glasklarer Himmel
.
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...dieses Gedicht liegt schon in einer kürzeren Fassung vor...

ruhe und rast

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geschafft
steil war der weg
eselpause
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11.09.08


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die angel geflickt
tor nach innen und außen
was wird jetzt kommen
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mit einem drähtchen
hin und her geschlungen
erhalt erzwungen
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gäb es die mittel
wäre das tor längst schon weg
der zauber entzwei

16.08.08



...ein bund quellblätter
saftig grün - ist hackysacks
lebender bruder...

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03.07.08

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nachtgesang gedämpft
aus der tiefe der gasse
menschen wie schemen
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01.06.08

in der gerberei


:
:
zwischen den resten
aus fellabfällen putzt stolz
der kater sein kleid
.
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13.05.08

fünfmal am tage
nach osten geneigt beten
tiefe gläubigkeit
:
:

09.05.08

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du am rand der welt
flüchtiges element im
erddufthimmelslicht
:

07.05.08



:

:

Im Wald aus Menschen

kauern auf einer Lichtung

Glaubensverkünder

:

:

02.05.08

kind: splitter von zeit
im balanceakt erstarrt
seiltanz ohne seil
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29.04.08


augen weit offen

momente atmen ruhn im

minz-rausch-farben-duft

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26.04.08



Hinterm Licht führen
Schatten an langen Stangen
die Menschen herum
.

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23.03.08

Abfall

Die Dinge der Welt
haben Anfang und Ende,
welch mächtiges Spiel.

Betroffen siehst du,
einen Anfang vom Ende
in Miniatur.

Wie beredt, gleichsam
verschwätzt präsentiert er sich,
dieser Plastikmüll.

In einer sichtbar
makellosen, reinen Welt
nur dieses Zeichen.

Was sollst du sagen,
was erzählen, wie warnen?
Lächerlich wärst du...
.
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19.03.08


Fast hundert Jahre,
kläglicher Wächter der Zeit,
kauernd in Ruhe.

Dreitausend Schritte
die geht er täglich durchs Dorf
mit seinem Gehstock

ER sagt: Das ist so,
gehen, sommers und winters,
gehen und ruhen.

Blind seine Augen,
erinnernde Lichtschächte
lenken die Schritte.

Zum Laden geht er,
dort an der Straße, ein Plausch,
mit Freunden, nur das.

Die Töchter warten.
Das Essen wartet. Täglich.
Das Tor und das Bett.

Nur dieses Leben,
im späten Alter, ein Tag
wie der andere.

Ruhen und gehen,
ein monotoner Singsang,

gehen und ruhen.

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16.03.08

Überraschung

Verlassen?
Tor zum Verfall,
stimmlose Schreie!
Ein Blick -
ein Eindruck -
ein Foto...

... und dann:
tief aus dem Dunkel
Kinderlachen ...
.
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Würde

Nach dem Badehaus
streben allwöchentlich sie,
reinstes Ritual.

Ein Dampfbad, Hamam,
draußen im Hof. Reiser,
kläglichster Brennstoff.

Luxus im Kleinen,
Körperkultur veredelt.
Schlichtester Reichtum.
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13.03.08


Wer bist du,
dass du mir zuwinkst,
Touristin,
Wesen, Jetztgestalt,
Schimäre aus Nichts.
Ich hab schon begriffen.
Du biederst dich an,
ich scheine zu sein,
ich stehe im Licht,
mit all meinem Sein...
Doch du
siehst mich
NICHT!

10.03.08



Weit ab vom Wege
tief in der Gassen Verlies
blüht reich der Handel
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09.03.08

Im Atlasgebirge

Mühsam der Aufstieg
Hoch in den Felsen das Dorf
Glasklarer Himmel


Er kennt seinen Weg,
unermüdlich, der Esel,
edelster Träger


Heiterkeit im Ton.
Alle Passanten grüßen
lächelnd die Fremden.


Wie sie sich windet,
von der Geburt bis zum Tod
nur diese Straße...

Mühsam der Aufstieg
Hoch in den Felsen das Dorf
Glasklar der Himmel

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08.03.08

Kakteenvariationen

Stachelästhetik
benommen im Farbenrausch
Jardin Majorelle

07.03.08

...Modisch freche Tortenpräsentation


Die süße Kunst zum Neujahrsfest
die Freude, ach, sie wäre
kaum so erhöht, kaum so befreit
gäb’s nicht die Etagère.

Das Obst zu präsentieren, ach,
den Kuchen, ja, das wäre
kaum so verführerisch und fein
gäb’s nicht die Etagère.

Verzwickt, vertrackt,
was mach ich bloß,
mir fehlt die Etagère,
Die Dose hat nicht ausgedient,
die stellt was dar, die leere.

Die Torte steht in lichter Höh’
sie schwebt in neuer Sphäre,
sie steht so schön, so wunderbar,
dank dieser Etagère.


im Kommentar:

Das sind keine Widerworte;
Ach, mein Magen der rumorte
Schon beim Anblick deiner Torte!

Paul Spinger
.
Ein weiteres Hinzugedicht
von Imelda Weippert:
.
Ein Photograph die Dose sieht,
durch sie die Phantasie erblüht.
Sie ist nicht groß,
die Colados,
jedoch ihr Zweck,
er adelt jegliches Gebäck.
Nur, wenn da Neujahrsfest nicht wär,
gäbs nicht die (schöne) Etagère...
.
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06.03.08

Nicht für den Kopf


Goldene Kronen
Zweifelhafte Verführung.
Spott endet dort, wo...

05.03.08

Gut oder schlecht


Zeitbezug, Jetzt-Zeit...

rastert, ordnet, stanzt, erschafft,

enthüllt von Neuem die Welt...


04.03.08

Tief unten





Des Frühlings Duftspur
im Labyrinth des Winters.
Qualvoll das Warten.

03.03.08

...est disputandum






sweat-shirt modewahn
global vereinheitlicht, wow -
de gustibus non...



02.03.08

Schmuckhändler





Warum fliehst du denn?
Meine Ware - mein Leben.
Glücklose Ohnmacht...



28.02.08

liebeszeichen




worte und herzen
tief in die rinde geritzt.
kurz lebt der bambus...


27.02.08

AHNUNG



Ahnung von Reichtum
vonTausend-und-einer-Nacht...

blind, staubverhangen.

24.02.08

In eigener Sache:

Ich freue mich darüber, dass Sie meine Augenblicke nachvollziehen, in denen ich Marrakesch und Umgebung im Dezember 07 bis Januar 08 aufgezeichnet habe.Wertvolle Impressionen, die am Rande des Verfalls das Alte und romantisch Orientalische gerade noch halten. Von innen und außen ist aber schon der Druck der Moderne spürbar, die mit Massenware und schriller Westlichkeit die feine, samtene Patina mit einer zerbröckelnden Craquelée-Schicht überziehen.
Wird die Gesellschaft, die traditionelle Struktur der Familie, die Modernität aufnehmen, aufsaugen können, ohne dann in der Selbstbetrachtung an sich selbst zu zerbrechen?Ein Sturm an Eindrücken, meine Emotionen perlen an der Gelassenheit der Gesprächspartner ab. Hier zeige ich was ich vorgefunden habe: diverse Bildausschnitte aus einem Teil Marokkos, bestechende Wirklichkeitsfetzen aus einem winterlichen Ausflug in eine fremdartige Welt.
Meine Fotos, Gedichte und Kurzgeschichten sind Produkte der tiefen Betroffenheit, die die Begegnungen und vielfältigen Berührungspunkte, die sichtbaren und nur erfühlten, in mir auslösten und immer noch auslösen.
Die beiden Titelbilder zeigen in ihrer krassen Gegensätzlichkeit auf so beeindruckende Weise was sich in Marokko tut: Es ist das, was sich in Europa bereits vor vielen Jahrzehnten vollzogen hat, nur, die Menschen hier haben es vergessen...

23.02.08

Die Satellitenschüssel





So leicht springt sein Fuß,
stolz treibt ihn die Erwartung
"Jetzt ist die Welt mein!"

22.02.08

Ergänzende Erhellung

Paul Spinger hat gesagt…

Wohnt die Bescheidenheit in mir,
Bin ich am Rande der Welt -
und erleuchtet.

21. Februar 2008 21:19

Lesen Sie auch: Ein Gedicht für jeden Tag
http://paul-spinger.blogspot.com/

21.02.08

Erhellung


Am Rande der Welt
wo die Bescheidenheit wohnt
bin ich er'leuch'tet...

There at the world's end
where purest modesty dwells

I feel en’light’ened…

Au bout du monde
òu la modestie loge
je suis éclairée...

15.02.08

Ambiguity - Zweideutigkeit



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While poverty sings

Telltale whispers of beauty

Envy never fades...


Das Lied der Armut

verrät flüsternd die Schönheit

Niemals versiegt Neid...



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14.02.08

Halt fest das Bild, bevor es ganz zerbröselt, und du ins Leere schaust!


Halt still! Halt fest das Bild,
den Hauch von Unschuld,
Hauch von dieser andren Welt,
die sich im Mythos ländlich autonomer
Kraft verbirgt, der Nochwelt, hier und da.

Halt still! Siehst du, was in Gefahr?

Die Ungeduld, der wilde Wunsch,
die Anmut dieser Welt zu fliehn,
weil sie Symbol für Armut,
Mühe, Elend, Qual, entzaubert kläglich.
Der Satellitenschüssel Mittlerschaft erschließt
Erkenntnis-Reiche wundersam.

Der Blick nach Außen,
in die grobe, laute Welt,
verstellt den Blick nach Innen.
Er zerstört, verroht, verletzt, zersetzt.
Er entwertet. Er entwürdigt.
Er entzweit. Er entweiht!
200 Programme ...
die Vorstellung fährt Achterbahn.

...himmlischer Gruß!

2. Januar


Mittagssonnenschein
im Neuen Jahr - segensreich
Winterfrühlingslicht

31.01.08

Durchgängig zerrissen

Durchgängig zerrissen,
zeitlos-monoton
- verheißungsvoll -

in der Passage
tiefem Schlund
verläuft sich Ahnung
tuschelt Sehnsucht
flüstert Echo
schmerzt Erinnerung
prallt der Alltag
krümmt sich das Jetzt
verharrt dein Schritt,
stehst du und lauschst.

29.01.08

27.01.08

...Hamam - Dampfbad - Kurzgeschichte

In einer weitgehend baumlosen Landschaft
ist jedes Stück brennbaren
Materials sehr wertvoll...


Angenehm plaudernd
Mit weiser Gelassenheit
Begegnung im Souk
________________________
Fabian Tietz hat am 29. Februar 2008
dem Bild folgende Gedanken angefügt...

______________________________

wärmespendend Energie
so allumfassend heißlodernd,
glutend, schmelzend, rauchend
solch ein teurer Preis
______________________________

26.01.08

Sättigung in Variation














Hors d'oeuvres - delicious! -

Ein Gaumenschmauß vom Feinsten.
An den Rändern des Reichtums:
Fleischtrocknungskunst!

25.01.08

Gerberei


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Reste des Lebens

Verrottende Haufen Müll
Brutstatt von Mode

Winterlicht - Schwelduft
von Haar- und Fellgeflüster -
Weltschmerzcollage

Ein Windhauch im Hof
säuselt - Berauscht vom Licht
zittern die Lider

Feiertagsleere
Feiertagsstille - erstickt
die Stimmen der Stadt.



.

Köstlichkeiten zum neuen Jahr


Süße Kunst. Auftakt,
zärtliche Geste! Hoffnung:
Alles wird besser!

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