Impressionen - Innenwelten in Außenwelten

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29.05.09


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...nur dieses rosa...

eingetaucht ins farbenspiel

der seelenlandschaft

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08.05.09

Huhn - Ei - Fleisch - Feder

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grund-lebens-mittel
eier, fleisch und federflaum
welt-über-greifend

die hühner gackern
kratzen gestampfte erde
scharren und picken

frei und doch nicht frei
gefangene des hofes
doch sie stolzieren

welcher gemeinplatz
hühner banales nutzvieh!
lästiger faktor

was so viel spielraum
für diese paar hühnerchen
wenn das nicht glück ist

getreidekörner
vom obst gemüse abfall
welch köstliches mahl

pro mensch zwei hühner
und der gockelhahn dazu
ein hof und ein stall

wirklich betroffen
brüte ich über dem bild
und denke: wie schön!
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06.05.09

Wo früher... jetzt ein Teppichladen


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...im verborgenen
frauenblicke durch luken
- zeiten im wandel -
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Zeiten im Wandel....

von Fabian Tietz

Zeiten im Wandel

ich wandle in Angst

vor den Tagen

im Hier

das ich verliere.

Wandle in Angst

vor dem Selbst

in mir

das ich verliere.

Und ich wurde gefragt

wo meine alte Kraft geblieben ist.

Habe sie wohl schon verloren.

Suche sie vereinsamt

zwischen den tickenden Zeigern.

Doch sie sind schneller als ich.


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lass dich nicht täuschen
nichts ist hier alt gewachsen
nur ein kartenhaus
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30.04.09


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hasten und streben
alles ist in bewegung
- scheinbar teilnahmslos -
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28.04.09



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schnell noch einen blick
in das geschehen der welt
- ein gespräch wartet -

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21.04.09

der kellner



die tische gedeckt
gläser mit glanz bezaubert
- werden sie kommen -

so verharre ich
regungslos und verzweifelt
zitternden herzens

noch reicht sie nicht aus
die gelassenheit - in mir
keimt glut am rande

funkelt
im auge
aufruhr mir - schwer zu zähmen -
wie gier und sehnsucht

hass und verachtung
schmerz und erwartung aufkocht
hinter der ruhe

mein ist die bühne
die schritte ein tanz im takt
der vielen stimmen

und dieses lächeln
das ich verschicke so sanft
ein nebelschleier

umhüllt die wahrheit
die trostlosigkeit so blass
und stunden lasten


20.04.09

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behutsam der schritt
leiser als sonst die stimmen
- lass draußen die welt -
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10.04.09

...an dieser biegung

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an dieser biegung
endet alle leichtigkeit
- nicht daran denken -
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08.04.09




nur diese straße
führt hier zum dorf - das auto
schnauft mühsam hinauf

nur diese straße
alles scheint leicht - die esel

warten geduldig

nur diese strasse
im takt der schritte misst du
des himmels spuren

nur diese strasse
hier ist anfang und ende
ausgang und eingang
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31.03.09

L E B E N S W E I S E


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du hast zwei hände:
die rechte dient dem essen,
die linke aber...
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29.03.09

O L I V E N


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in variation
prachtvolle köstlichkeiten
O-L-I-V-E-N-R-E-I-G-E-N

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28.03.09

kurz nur...

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und plötzlich regen
sturzbäche fluten aufs land
nur für minuten




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17.03.09



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stufen der mühsal
winterlich leer die felder
dezemberruhe
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dezemberruhe
das sagt sich leicht - ausgedörrt
sind sie und elend
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dreimal im jahr nur
regen, der die seele füllt,
und sonst nur - hoffnung

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09.03.09

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nur für touristen
knüpft sie und lächelt dabei
und zählt die stunden
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07.03.09

grenze


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nicht strom, nicht metall,
diese grenze bewehren
heere von stacheln
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03.03.09

...impeccable

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c'est impeccable -
makellos - perfectly clean
stetes ritual
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01.03.09

die winterliche saat

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winterliche saat -
im staub trocken die furchen
sind hoffnungsträger
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26.02.09

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so ruhig geht sie,
im atemtakt des lebens,
die eselstärke...
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25.02.09

verwaiste gasse




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folge mir nach, komm,


lausche dem klang der schritte...

- fantasmagorie -
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18.02.09

ESELEI

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ganz ohne pflichten

ein moderner teenager

frech - faul - obercool
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10.02.09

...!...


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nenn mir die zeichen:
wildes spiel oder mahnung
dein fuß zögert jetzt
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07.02.09

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gemeinsam gehen

lasten und lasttier teilen

so leicht ist der schritt
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27.01.09



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im takt des atems

geschlängelte wege

so dünn ist die luft



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26.01.09

..
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verdorrt die erde

der blick schweift in die ferne

und dennoch: leben
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22.12.08

vor dem atlasgebirge


-

-
-

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wo frauen schwatzen
wetzt ein storch seinen schnabel
den klang trägt der wind...
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10.12.08


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abseits das gässchen

aura steriler schönheit

handmade in china
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27.10.08

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von oben herab
die stadt in hastigem flug
touristen-not-stand
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05.10.08


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stein auf stein

weit die welt

das leben einzig
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01.10.08

FRÜHE PFLICHT - EINANDER VIEL SEIN

:
:

am ende der welt
- hingesetzt und ausgesetzt -
ich bin für dich da
:
:

28.09.08

:
:
karawanserei
kamele für touristen
nichts ist wie es war
:
:


21.09.08

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auch ganz ohne norm
angebot und nachfrage
reguliert den markt
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18.09.08

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Mühsam der Aufstieg
Hoch in den Felsen das Dorf
Glasklarer Himmel
Er kennt seinen Weg,
unermüdlich, der Esel,
edelster Träger
Makellos, staubfrei
die Bänder, Stoffe, das Fell
herrlicher Bote.
Nichts ist hier Zufall.
Die Reise so lang und so schwer.
Stolz sein Besitzer.
So schön das Lasttier,
wie schön mögen sein Garten,
Hof, Wohnung erst sein.
Heiterkeit im Ton.
Alle Passanten grüßen
lächelnd die Fremden.
Nichts scheint beschwerlich.
Zeit geht so leicht wie der Schritt,
Maßzahl des Atems.
Wie sie sich windet,
von der Geburt bis zum Tod
nur diese Straße...
Mühsam der Aufstieg
Hoch in den Felsen das Dorf
Glasklarer Himmel
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...dieses Gedicht liegt schon in einer kürzeren Fassung vor...

ruhe und rast

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geschafft
steil war der weg
eselpause
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11.09.08


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die angel geflickt
tor nach innen und außen
was wird jetzt kommen
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mit einem drähtchen
hin und her geschlungen
erhalt erzwungen
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gäb es die mittel
wäre das tor längst schon weg
der zauber entzwei

16.08.08



...ein bund quellblätter
saftig grün - ist hackysacks
lebender bruder...

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03.07.08

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nachtgesang gedämpft
aus der tiefe der gasse
menschen wie schemen
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01.06.08

in der gerberei


:
:
zwischen den resten
aus fellabfällen putzt stolz
der kater sein kleid
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13.05.08

fünfmal am tage
nach osten geneigt beten
tiefe gläubigkeit
:
:

09.05.08

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du am rand der welt
flüchtiges element im
erddufthimmelslicht
:

07.05.08



:

:

Im Wald aus Menschen

kauern auf einer Lichtung

Glaubensverkünder

:

:

02.05.08

kind: splitter von zeit
im balanceakt erstarrt
seiltanz ohne seil
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29.04.08


augen weit offen

momente atmen ruhn im

minz-rausch-farben-duft

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26.04.08



Hinterm Licht führen
Schatten an langen Stangen
die Menschen herum
.

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23.03.08

Abfall

Die Dinge der Welt
haben Anfang und Ende,
welch mächtiges Spiel.

Betroffen siehst du,
einen Anfang vom Ende
in Miniatur.

Wie beredt, gleichsam
verschwätzt präsentiert er sich,
dieser Plastikmüll.

In einer sichtbar
makellosen, reinen Welt
nur dieses Zeichen.

Was sollst du sagen,
was erzählen, wie warnen?
Lächerlich wärst du...
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19.03.08


Fast hundert Jahre,
kläglicher Wächter der Zeit,
kauernd in Ruhe.

Dreitausend Schritte
die geht er täglich durchs Dorf
mit seinem Gehstock

ER sagt: Das ist so,
gehen, sommers und winters,
gehen und ruhen.

Blind seine Augen,
erinnernde Lichtschächte
lenken die Schritte.

Zum Laden geht er,
dort an der Straße, ein Plausch,
mit Freunden, nur das.

Die Töchter warten.
Das Essen wartet. Täglich.
Das Tor und das Bett.

Nur dieses Leben,
im späten Alter, ein Tag
wie der andere.

Ruhen und gehen,
ein monotoner Singsang,

gehen und ruhen.

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16.03.08

Überraschung

Verlassen?
Tor zum Verfall,
stimmlose Schreie!
Ein Blick -
ein Eindruck -
ein Foto...

... und dann:
tief aus dem Dunkel
Kinderlachen ...
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Würde

Nach dem Badehaus
streben allwöchentlich sie,
reinstes Ritual.

Ein Dampfbad, Hamam,
draußen im Hof. Reiser,
kläglichster Brennstoff.

Luxus im Kleinen,
Körperkultur veredelt.
Schlichtester Reichtum.
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13.03.08


Wer bist du,
dass du mir zuwinkst,
Touristin,
Wesen, Jetztgestalt,
Schimäre aus Nichts.
Ich hab schon begriffen.
Du biederst dich an,
ich scheine zu sein,
ich stehe im Licht,
mit all meinem Sein...
Doch du
siehst mich
NICHT!

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